Industrialisierung

Schnitzleistenfabrik

Der Architekt Ernst Köster (1853 - 1941) übernahm um 1880 zusammen mit seinem Bruder Karl die Holzhandlung des Vaters am Grünen Weg in Heide.
Neben der Einrichtung eines Säge- und Hobelwerks konstruierte Köster in dieser Zeit komplizierte Schnitzmaschinen  für Zierleisten, die 1888 patentiert wurden.

Mit ihnen konnten geschnitzte Zierleisten in großen Mengen serienmäßig hergestellt werden.

Fabrik
Schnitzmaschine

Die Maschinen ersetzten den Schnitzer und industrialisierten ein altes Kunsthandwerk. In der Schnitzleistenfabrik standen etwa 20 Maschinen, jede für eine bestimmte Leistenbreite. Sie konnten durch Austauschen der Messer für die einzelnen Muster eingerichtet werden. Über Transmissionsriemen wurden sie von einer Dampfmaschine, später von einem Elektromotor angetrieben.

Die Leisten fanden Verwendung im Möbel- und Ladenbau und bei der Raumausstattung. Sie wurden weltweit exportiert, bis nach Amerika, Asien und Australien. 1973 kaufte die Holzhandlung Gehlsen den Betrieb und stellte die Leistenschnitzerei wegen abnehmender Nachfrage ein.

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